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HEINRICH 5

Mittwoch
25
Okt
20:00
Uhr
Wien, 2023
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HEINRICH 5

HEINRICH 5

25.10.2023 20:00, TAG, Gumpendorfer Straße 67, Wien

Was veranlasst einen Staat seinen Nachbarn zu überfallen? Welche Interessen treiben den Krieg? Welche Narrative setzen sich durch? Diese heißen Eisen fasst Gernot Plass mit seiner neuesten Shakespeare-Überschreibung an und kühlt sie an unserer heutigen Situation ab. Nicht weniger als der Höhepunkt der Königsdramen und endlich wieder ein Plass im TAG!


Der Krieg: der "Vater aller Dinge". Die ur-dramatische Handlung. Die dunkle Quelle aller gesellschaftlichen und politischen Veränderung. Krieg hat, noch ehe er über das Schlachtfeld zieht, ein Vorfeld. Es braucht den "Prätext", die gute Erzählung, warum man ihn vom Zaun bricht. Den Angriffsgrund, der als Verteidigungsgrund maskiert und ausgegeben wird. Und danach? Da zieht Krieg seinen Schatten hinter sich her, ein Übertragungsfeld von Heldengeschichten, aber auch von fortgesetzten Traumatisierungs- und Trans-Traumatisierungs-Erzählungen über Generationen. Krieg wird verherrlicht und verteufelt. Immer aber muss er verarbeitet werden.

Shakespeare hat innerhalb seiner Königsdramen den Krieg nur einmal hochleben lassen, seine sonst so bewundernswerte "neutrale" Position verlassen und aus der Sicht des Engländers eine dramatische Erzählung rund um den jung verstorbenen Lancaster-König Henry V gesponnen. Die Lichtgestalt. Der gerechte König, über dem der Kriegsgott sein Füllhorn des Erfolges ausleert. Heinrich V - bis heute eines seiner erfolgreichsten Stücke (auf der Insel beliebter als Hamlet). Man könnte es mit modernen Begriffen als ein "Propaganda-Narrativ" lesen, das von Englands Größe und Kampfkraft, vor allem aber auch vom kleinen proletarischen Kriegsmann erzählt, der beseelt in der Schlachtenreihe neben einem charismatischen, ihn als "Bruder" anredenden Staatsoberhaupt zur Höchstleistung sich aufrafft.

Was veranlasst einen Staat seinen Nachbarn zu überfallen? Welche Interessen treiben den Krieg? Innere Spannungen? Unsicherheiten innerhalb der eigenen Verteidigung-Konzepte? Paranoia? Das Abenteuer? Die Gier? Die Großmacht-Phantasie? Dieses heiße Eisen fassen wir im TAG an und versuchen, es mittels der gewieften Überschreibung neu einzuordnen und abzukühlen an unserer heutigen Situation. Gernot Plass nimmt den Faden, den er mit RICHARD 2 begonnen und mit HEINRICH 4 weitergesponnen hat, wieder auf und versucht aus (leider) gegebenen Anlass den dritten Akt der großen shakespeareschen Königsdramen zu seinem befragenswerten Ende zu führen.
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